Straßenbeläge einschätzen – Spurenlesen lernen

Straßenbeläge einschätzen
Hier geben wir Tipps, wie die Fahrsicherheit quasi automatisch erhöht werden kann. All die hier genannten Punkte wird man mit der Zeit automatisch beherrschen, es erfordert keine Mühe mehr, im Hintergund spult immer ein kleines Progrmann, passend zur Situation, ab. Nur so kann man die eigene Sicherheit und die seiner Beifahrerin erhöhen – auch wenn die Anderen mal wieder einen Fehler machen oder die Straße sich auf einmal ändert: Man erkennt wesentlich schneller und kann besser reagieren. Das hilft, die Knochen heil zu lassen und dann bringt das Biken doch erst recht Spaß, oder?

Fahrbahnzustand
Die Methode der Inianer aus dem Wilden Westen hilft hier leider garnix. Von wegen Kopf auf die Schinen legen und hlren, was passiert. Das war leider mal… Dennoch gilt immer noch eine alte Regel: Wachsamkeit ist elementar! Schön die Augen (neein – nicht den Kopf!) auf den Teer legen und die Strassemit ihren unebenheiten beobachten. Jetzt fragt man sich sicherlich – klar. Beim Autofahren hab ich auch immer schon aufgepasst. Ist das hier denn si viel wichtiger? Auf jeden Fall!

Hier ein bischen Physik (wir haben es verständlich geschrieben – auch für die Wissenschaft-Muffel)

Alle Kräfte, die beim wie Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahren (ja – immer schön in Schräglage) müssen vom Vorderrad- und Hinterreifen auf die Fahrbahn übertragen werden. O.K. das kann doch nicht so schlimm sein, oder? Im Prinzip nicht. Dumm ist nur, daß die Fläche zwischen dem Reifen und Fahrbahn gerade einmal so groß wie eine Zigarettenschachtel ist – Und zwar in der Summe der Flächen beider Räder!

Und genau aus diesem Grund heisst es vorsicht, wenn eine fiese, kleine rutschige Fläche (Kuhfleden, Cola-Dose, Banane…) auf der Fahrbahn liegt. Auch wenn Bitumen, vor einem liegt, gilt: Vorsicht! Das Bike schon ganz schön anfangen zu schlingern – von mehr wollen wir sicher nicht reden…

Als Biker muß man die Strasse immer schön beobachten. Selbst Kleinigkeiten können für den Biker wirklich interssant werden. Für Autofahrer ist das uninteressant, da sie ja mehr als 2 Räder mehr zur Verfügung haben, die alle mehr Fläche auf die Straße bringen und ein rutschendes Auto ist meist nicht ganz so schlimm, da es sich meist schnell wieder fängt.

Was sagt die Strasse?
Unterschiedlicher Fahrbahnbelag kann unterschiedliche Haftung übertragen. Auf rauhem Asphalt, neuen, nassen Asphaltdecke, Beton oder gar Kopfsteinpflaster fährt und haftet es ganz anders!

Die Haftungsfähigkeit (damit ist das Greifen des Reifengummis in die Fahrbahn gemeint) beeinflusst die Länge des Bremsweges und mögliche Kurvengeschwindigkeiten enorm. Der herrliche raue Asphalt in den Bergen Süd-Frankreichs verursacht meist mehr Grip, Schräglagen lassen sich fast sorglos fahren. Der fiese glatte Asphalt in Griechenland hingegen erlaubt fast keine Schräglage. Hier drehen die meisen Bikes schon beim Gas-aufziehen auf der Geraden durch! Sicher – das sind zwei Extrembeispiele. Dennoch gilt auch bei uns: Vorsicht mit dem Untergrund! Bei trockenem Wetter macht sich das für einen Straßenfahrer kaum bemerkbar – bei nasser Fahrbahn wird man dies viel intensiver “zu spüren” bekommen. Wenn die Straße also ihren Fahrbahnbelag ändert (das sieht man meist an der anderen Farbe des Asphalts) dann empfehlen wir:

Erstmal Geschwindigkeit anpassen, den Bremsdruck gefühlvoll zu dosieren, Sicherheitspolster bei Schräglagen schaffen (das Bike nicht in der ersten Kurve in volle Schräglage werfen)

Geflickte Fahrbahnstellen: Nachträglich ausgebesserte Fahrbahnstellen haben an den Rändern zur alten Fahrbahndecke Kanten, die beim Überfahren ein schwammiges Fahrverhalten auslösen können. Sicher geht man hier vor, indem man

Die Fahrlinie neben der Kante sucht

Kanten im größeren Winkel überfährt

Schmutz auf der Strasse:

Eine äußerst unangenehme Sache: Steinchen auf der Straße – sie wirken wie kleine Kugeln und lassen einen wegrutschen, wie auf der berühmten Bananenschale. Sehr häufig treten die kleinen Bikerfeinde im Frühjahr, Herbst und Winter auf. Sie können Resultate von Ausberrserungsversuchen des Straßenbauamtes, oder einfach nur auf die Straße gescheudert worden sein. An folgenden Stellen sind oft Steinchen auf der Fahrbahn zu finden: An Ausfahrten von Wegen die unbefestigt sind, an Straßenrändern, in engen Kehren und an diversen anderen Plätzen.

Doch was ist, wenn man trozdem auf ein Steinfeld trifft? Man muss versuchen, die Linie neben Steinchen suchen. das geht am besten, wenn man neben die Stelle schaut. Fährt man doch darüber hinweg, muss mit einem leichten Versetzen der kleinen gerechnet werden. Schön locker bleiben und die Maschine rollen lassen. Bloss nicht stark bremsen oder ruckartig lenken. Das würde die Situation nur verschlimmern.

Rollsplitt
Neue oder ausgebesserte Fahrbahndecken werden mit Rollsplitt abgestreut, um den Asphalt später einmal griffiger zu machen. Bis diese Steinchen sich jedoch in den Teer hineingedrücht haben, dauert es einige Zeit. Vorher sind diese Punkte extrem rutschig. Man erkennt sie als “helle Flecken” auf der Fahrbahn. Es sind kleine, graue spitze Steinchen. Wenn Das Schild für Rollsplitt auf der Straße erschein, gilt: “Spitz pass auf!” Die Straße kann in der nächsten Kurve komplett mit Rollsplitt belegt sein! Ist man hier zu flott, liegt man schnell auf der Klappe.

Laub auf der Fahrbahn

Laub ist vielen Stadtmenschen sicherlich garnicht mehr bekannt. Hier eine kleine Einführung: Es sind die alten Blätter von den Bäumen, die im Herbst abfallen. Das macht der Baum, um sich auf den Winter vorzubreiten. Als Biker bereitet man sich anders auf den Winter vor. Das ist klar. Die Bäume interessiert das nur leider nicht. Sie schmeissen uns seit jeher das Laub vors Rad. Damit kann der Baum auch als “natürlicher Feind der Biker” gewertet werden. Nebenbei regnet es im Herbst auch meist, das macht das Laub erst recht rutschig wie Bohnerwax. Ein Tip noch: Selbst wenn die Sonne schön am Himmel scheint, ist das Laub noch nass und glitschig.

Auch hier gilt als wichtigster Punkt: Locker bleiben, Ruhe bewahren, nicht verkrampfen!

Weitere wichtige Elemente:

  • Langsamer fahren
  • nicht hektisch am Lenker ziehen
  • Wenig Schräglage
  • immer soft (weich) Beschleunigen
  • mit viel Gefühl bremsen
  • Markierungen

Fahrbahnmarkierungen (das sind die weißen Strichen auf der Strasse) werden meist aus besonders haltbaren Kunststoffen hergestellt. Die Striche und Pfeile sind wesentlich glatter als Asphalt und daher schon bei trockener Fahrbahn rutschig.

Markierungen sollte man immer meiden. Hier ist das Ausrutschen beim Bremsen, Beschleunigen oder in Schräglage schon fast ein Klassiker.

Auch die Leitlinien und Zebrastreifen sollte man selbst trockener Fahrbahn nicht überfahren, sondern die Räder hindurchrollen lassen. Schließlich muß man hier ja auch manchmal bremsen (beispielsweise im Stau oder beim Kolonnenfahren).

Bei hohen Geschwindigkeiten auf der Landstraße oder Autobahn kann das Überfahren der Linien zu heftigen Fahrwerksunruhen führen, die einen ungeübten Fahrer schon nervös machen können – Dabei fühlen sich diese Fahrwerksunruhen oft unangenehmer an, als sie sind. Sie ist jedoch meist nur kurz, man muß hier die Ruhe bewahren und darf sich nicht auf dem Bike verkrampfen.

Auch für Motorradfahrer ist das Überfahren durchgezogener Linien grundsätzlich nicht erlaubt. (!!!) Wenn es in bestimmten Situationen notwendig ist, überfahre sie im großen Winkel.

Richtungspfeile

Richtungspfeile sind meist groß – klar, damit der Autofahrer sie besser erkennt. Sie werden von PKW und LKW und allen anderen KFZ außen überfahren. Beim Stau an Ampeln oder bei dichtem Verkehr verlieren jedoch viele schlecht gepflegte Autos Benzin oder gar rutschiges Öl. Damit man nicht – wenn man zufällig gerade einmal bremsen muss – auf die Nase fällt, sollte man als schlauer Motorradfahrer deshalb eine Fahrlinie neben den Pfeilen aussuchen. Sicherlich hätten bei einem Faller die Andern Schuld – aber: Hilft einem das weiter…?

Abgefräste Markierung
Klar: Alte Markierungen müssen auch mal von der Straße entfernt werden. Sie werden von der Fahrbahn mit einer Fräse entfernt. Es verbleiben längsgerillte Vertiefungen, die die Stabilität des Motorrades negativ beeinflussen. Das Motorrad fühlt sich schwammig an, auch wenn gerade über diese Ausfräsungen gefahren wird. Bei starkem Regen sammelt sich in diesen Vertiefungen das Wasser. Der Reifen hat nurnoch einen kleineren Teil zur Verfügung um mit der Strasse in Kontakt zu treten. Längere Bremswege und bedingte Schräglagen sind die Folge. Es erscheint somit auch logisch, dass hier vorrausshauender gefahren werden muss. Meist befinden sich in den Rillen auch noch Fräs-Reste. Hier gilt malwieder: Augen auf im Strassenverkehr!

Schiene auf der Fahrbahn / Bahnübergänge

Auf Schienen rutschen Reifen leicht weg, da das Metall durch seine glatte Oberfläche naherzu keinen Grip ermöglicht. Hier gilt: Möglichst quer oder in weiten Winkeln überfahren. Ebenso sollte man darauf achten, daß Bahnübergänge in der Mitte oftmals mit großen Stahplatten ausgelegt sind. Diese sind höllisch glitschig. Egal, ob es trocken oder nass ist. Darüber hinaus sind Bahnübergänge auf Ladstraßen oftmals tückesche Spunghügel. Den Redakteuren der suzuki-Welt ist das Bike schon öfters auf diesen abgehoben – hier kann schnell ein Sturz die Folge sein. Schienen auf der Fahrbahn (meist in Städten mit einer Tram) sollte man mit gleichbleibender Geschwindigkeit, im großen Winkel ohne Schräglage überfahren werden. Im trockenen ist es meist noch O.K. besonders achtsam sollte bei feuchtem Wetter vorgegangen werden!

Bergmann & Söhne Tipp
Auch bei trockener Fahrbahn sollte man sich eine Fahrlinie neben Markierungen, Kanaldeckeln, Zebrasteifen und anderen rutschigen Punkten angewöhnen, dann muss man sich bei Regen nicht erst umgewöhnen.

Fahrbahnverlauf

Neben dem “Abchecken” des momentanen befahrenen Fahrbahnbereiches (mit einem halben Auge) muß der Motorradfahrer mit dem anderen Sichtbereich gleichzeitig auch den weiteren Fahbahnverlauf beobachten.

Der Fahrbahnverlauf ist für die Wahl der Geschwindigkeit, Abstände und des Fahrverhaltens entscheidend.

 

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