Textilbekleidung – Vor- und Nachteile

Textilbekleidung

Aussenmaterial Cordura

Die Außenhülle der Jacke bildet den abriebfesten Bereich. Hier ist es ganz wichtig, dass Du keine zu billige Jacke nimmst. Diese wird meist eine Synthetik-Außenhülle haben und somit nicht abriebfest sein. Beim Cordura gibt es wiederum verschiedene Qualitäten. Ein Cordura 300 ist längst nicht so abriebfest wie ein Cordura 500.

Reflektierendes Illuminite

Dies ist ein Reflexmaterial, das leuchtet, wenn es nachts angestrahlt wird. Desto mehr davon verarbeitet wurde, desto besser ist es. Schließlich wirst Du damit nachts besser gesehen!

Verbindungsreissverschluss

Kurze Jacken werden mit Verbindungsreißverschlüssen geliefert. Dies hat den Vorteil, dass die Jacke bei einer nach vorne gelehnten Sitzposition nicht hochrutschen kann und es somit nicht am Rücken zieht. Dazu ist dies ein Sicherheitsgewinn. Solltest Du von Deinem Motorrad herunterfallen, kann die Jacke beim Rutschen nicht hochrutschen.

Protektoren

Hier gibt es verschiedene Arten von Protektoren. Die billigen sind reiner Schaumstoff und schützen nicht. Die nächste Art, das Risiko eines Knochenbruches zu minimieren, sind Penter-Foam-Protektoren. Diese bestehen ebenso aus Schaumstoff, welcher jedoch im Falle eines Unfalles hart wird und somit die Energie auf eine größere Fläche verteilt. Diese Protektoren sind sehr bequem und passen sich dem Körper gut an. Die von Europa empfohlene Version sind sogenannte CE-Proktetoren. Diese bestehen aus einer Styropor-Schale und einem Kern aus Schaumstoff. Sie haben sehr gute Dämpfungs- und Durchschlagswerte. Die Protektoren sollten so platziert sein, dass sie im sitzenden Zustand genau dort sitzen, wo sie sollen: Auf den Knien und an den Ellenbogen.

Halskrause

Am Hals ist Ein guter Abschluß aus einem weichen Material sehr wichtig. Erstens pfeift der Wind bei einem gut abschließenden Kragen nicht von oben in die Jacke hinein. Ist der Kragen nicht ganz dicht, kühlt der Nacken aus, die Muskeln verhärten sich und verspannen. Zweitens ist ein weiches Material wichtig, da bei langen Touren die Haut am Hals errötet und aufgescheuert wird.

Wasserdichtigkeit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Jacke oder Hose wasserdicht zu bekommen. Die erste ist, das Außenmaterial zu beschichten. Dabei wird dieses Material mit einer Kunststoffschicht von innen bedampft. Diese Methode wird bei den günstigen Jacken und Hosen verwendet. Die sind dann zwar wasserdicht, aber nicht atmungsaktiv. Die zweite und bessere Möglichkeit ist, Bekleidung mit einer Membran zu kaufen. Eine Membran (zum Beispiel von Gore-Tex, Sympatex oder Wind-Tex) wird zwischen das Außenmaterial und das Innenfutter gelegt. Diese Membran hat dann zwei Funktionen: Einerseits wird die Bekleidung wasserdicht, zweitens ist sie atmungsaktiv. Die Atmungsaktivität entsteht dadurch, daß diese Folien ganz fein gelocht sind und somit den Wasserdampf, der vom Körper kommt, durchlassen. Wasserdicht ist sie trotzdem, da ein Wassertropfen größer ist, als der Tropfen im Wasserdampf. Der zusätzliche Vorteil einer Membran ist, dass sie über einen längeren Zeitraum wasserdicht bleibt, da sie nicht so schnell verschleißt wie eine Innenbeschichtung des Obermaterials.

Grösse

Achte darauf, dass die Bekleidung nicht zu locker sitzt. Die Motorradtextilbekleidung muss enger sitzen, als Deine normale Freizeitbekleidung. Das ist wichtig, damit Du nicht wie ein aufgeblasener Ballon auf Deinem Motorrad sitzt. Ist die Jacke nämlich zu locker, fängt sie an zu flattern und Du musst Dich bei Geschwindigkeiten ab 100 km/h wesentlich stärker festhalten. Dazu bekommst Du mehr Wind auf den Helm und Deine Nackenmuskulatur wird schneller aufgeben. Die Hose sollte eine ausreichende Länge haben: Entweder sie deckt die Stiefel ab, während Du auf dem Motorrad sitzt oder sie hat eine ausreichende Länge, so dass sie nicht aus den Stiefeln herausrutschen kann. Zudem darf sie in den Kniekehlen nicht zu eng sitzen. Sitzt eine Hose zu eng, wirst Du einen Blutstau bekommen und Du kannst nach einer Stunde kaum noch auf Deinem Bike sitzen.

Passform

Ein weiterer Faktor bei der Bekleidungsauswahl ist die Passform. Achte darauf, dass die Bekleidung vorgeformt ist. Die Jacke sollte so geformt sein, dass sie in der sitzenden Position perfekt passt. Perfekt heißt in diesem Zusammenhang: Am Rücken sitzt sie stramm und die Ärmel sind nicht zu lang. Die Hose sollte ebenso vorgeformt sein, so dass sich in den Kniekehlen möglichst wenig Gewebe “knüllen” kann, wenn Du auf Deinem Motorrad sitzt.

 

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