Reifen – Verschleißgrenze & Reifenwahl

Als erstes möchten wir Dir erklären, wie Du an Deinem Strassenmotorrad abgefahrene Reifen erkennen kannst. Viele Motorradfahrer denken, daß das Profil immer in der Mitte geprüft werden sollte. Das ist falsch. Die Vorschriften besagen, daß das Profil auf der gesamten Lauffläche (das heißt über die gesamte Reifenfläche, die mit der Straße in Kontakt kommen kann) eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben ist. Doch Du hast sicherlich nicht immer einen Profiltiefenmesser dabei. Für diesen Fall haben alle Reifenhersteller Abhilfe geschaffen! Im Rillenbereich des Profils sind kleine Erhöhungen. Dieses sind die Verschleißmesser. Sieht man jetzt, daß die Nase schon oder bald die Straße berührt, dann ist der Reifen verschlissen.

reifen01Meist ist es so, daß zuerst der Hinterreifen abgefahren ist und der Verschleiß der Regel folgt: Zwei Reifen hinten, ein Reifen vorne. Bei einigen Reifen bildet sich auch ein sogenanntes Sägezahnprofil. Damit ist das schiefe Ablaufen der Reifenblöcke gemeint. Auch hier muss an der niedrigsten Stelle gemessen werden. .. und nun hast Du festgestellt: Das hilft garnix. Hier muß ein neuer Reifen rauf. Klasse – also möchtest Du den Reifen fahren, der im letzten Test empfohlen wurde. Dieser soll das Fahrverhalten verbessern und im Regen besser haften als Dein bisheriger Reifen. Achte jedoch bitte bei der Reifenwahl darauf, daß der Reifen auf dem Bike gefahren werden darf. Die Erlaubnis dazu gibt der Fahrzeugschein oder der Kfz-Brief. Verschleißgrenze

reifen02Viele Reifen werden jedoch erst nach Ausstellung dieser Dokumente auf den Markt gebracht. Jetzt gibt es also den neuen Bridgestone BT 20 und Du möchtest ihn auf Deiner Bandit 1200 gerne fahren. Kein Problem. Auf zum Suzi-Händler. Dieser hat die passenden Freigaben unter seinem Tresen und gibt sie kostenlos raus. Dazu hat jeder gute Händler immer ein paar Tips, welcher Reifen zu welchem Bike bestens paßt. Dabei solltest Du ganz klar beschreiben, wie Du Motorrad fährst. Der sportliche Motorradfahrer, der mit maximaler Schräglage durch die Kurven fährt, braucht einen eher weichen Reifen. Dieser verschleißt jedoch schneller. Der Tourenfahrer, der eher normal fährt und keinen Wert auf Rennstreckentauglichkeit legt, sollte sich einen Reifen aussuchen, der etwas härter ist. Durch diese Eigenschaft hält der Reifen zum Teil wesentlich länger. Verschleißmesser

 

Die Firma Bridgestone hat hier das System der doppelten Laufflächenmischung entwickelt. Dabei ist der Reifen außen weicher – in der Kurve wird natürlich mehr Grip benötigt – und in der Mitte härter, damit der Reifen länger hält.

 
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