Pflegeanleitung zum Überwintern

So – “Ihr Beide” habt eine klasse Saison hinter Euch – Du und Deine Maschine! Kilometer ohne Ende, vielleicht war sogar ein toller Urlaub in den Bergen drin. Doch es ist kalt geworden in Deutschland – und leider ist das Saisonkennzeichen im Oktober abgelaufen. Jetzt hat Deine Kleine Urlaub bis März. Schade eigentlich… aber sie bleibt jetzt über den gesamten Winter in Deiner Garage oder in Deinem Wohnzimmer stehen. Doch einfach nur abstellen, wäre erstens irgendwie unfair für Deine Kleine und zweitens nicht gerade klasse für den Werterhalt der Maschine. Also mußt Du ran!

Hier eine kleine Liste, die Du Dir ja gleich ausdrucken kannst.

1. Batteriepflege:

Um das Tiefentladen der Batterie zu verhindern (dies passiert durch die mangelnde Nutzung der Batterie und durch Kriechströme) solltest Du mindestens einen Pol der Batterie demontieren. Besser ist es jedoch ein Batterie-Frischhaltegerät an das Bike anzuschließen. Die Funktion des Gerätes ist unter “Batterie” erklärt.

2. Vergaser:

Wenn Du ein Motorrad mit Einspritzung hast, musst Du Dein Bike nur volltanken. Ansonsten kannst Du dieses Kapitel überlesen. Für die anderen gilt: Weiterlesen!

Also jetzt für die Vergaserfahrer:

Auch die Vergaser-Motorräder müssen vollgetankt werden. Zu beachten gilt hier jedoch noch: Im Vergaser befindet sich immer etwas Benzin. Dieses Benzin altert, verliert die leicht entzündlichen Stoffe und wird nach und nach immer dickflüssiger – ähnlich wie Petroleum. Dazu entstehen Ablagerungen und lassen mit der Zeit die Innereien des Vergasers “zuwachsen” (Ähnlich wie Kalk am Wasserhahn). Dieses kannst Du auf zwei Wegen einfach verhindern:

Der erste Weg: Benzin aus dem Vergaser ablassen.

Jeder Vergaser hat unten eine Ablaßschraube, über die das Benzin aus dem Vergaser abgelassen werden kann. Drehe zuerst Deinen Benzinhahn auf “zu” (oder bei Hähnen mit einer PRI-Stellung auf “ON”), lege einen alten Lappen zwischen Vergaser und Motorblock und löse die Schraube. Jetzt läßt Du das Benzin so lange ablaufen, bis nichts mehr kommt. Nun ist der Vergaser leer und es kann bis zum Frühjahr nichts mehr passieren.

Der zweite Weg: Ein Aditiv tanken.

Wenn Du eine Maschine mit einer Vollverkleidung oder einen Chopper hast, kommst Du relativ schwer an den Vergaser ran. Aber es gibt ein Mittel, das Du in den Tank füllst, während Du das Motorrad ein wenig laufen läßt, so daß es auch in den Vergaser gelangen kann. Dieses Aditiv macht das Benzin auf einen langen Zeitraum stabil und reinigt nebenbei sogar noch den Vergaser. Bei Bergmann & Söhne wird das Mittel von Motul verwendet und die Firma hat sehr gute Erfahrungen mit dem “Fuel System Clean” gemacht.

3. Reifen:

Die Reifen Deiner Maschine sollten, wenn möglich, den Boden nicht berühren. Das heisst bei Motorrädern mit Hauptständer: stell sie auf diesen und lege einen Holzklotz unter Deinen Auspuff, so dass sie in der Waage “schwebt.” Dazu prüfe den Luftdruck, er darf gerne ein Bar höher sein als vom Hersteller empfohlen. Wenn Deine Suzuki ohne Hauptständer geliefert wurde, kannst Du auch aus dem Zubehörhandel oder von uns sogenannte universelle Montageständer erhalten. Diese sind auch in der Saison superpraktisch, da sich die Felgen auf einem Ständer einfach besser reinigen lassen.

4. Sauber

Deine Maschine muss nicht zwingend blitz-blank sein (wie das geht, kannst Du unter “Reinigen” nachlesen). Besser ist es jedoch, wenn sie richtig sauber ist. Wichtig ist, dass Du zum Schluss nicht bei Salz gefahren bist. Wenn ja: Einmal mit einem normalen Wasserstrahl abduschen. Solltest Du das Winter-Streusalz nicht abspülen, wird es sich durch den Lack und Chrom fressen und die Suzuki sieht nach dem Winterschlaf nicht mehr schön aus. Jetzt lass sie trocknen und öle das komplette Motorrad mit einem Sprühöl ein. Doch bitte sprühe das Öl nicht auf Deine Bremsen und Reifen – ansonsten wirst Du zum Frühjahr eine böse Überraschung erfahren, indem Du auf der Nase liegst. Wir empfehlen hier Radglanz. Das kannst Du entweder bei uns bestellen, oder bei jedem gut sortierten Motorradhändler kaufen.

5. Sichtkontrolle/ Checkliste

Bevor Du die Suzuki nun weg stellst: Geh noch einmal ganz genau um sie herum. Sind da noch Mängel oder Kleinigkeiten, die vom Fachmann beseitigt werden müssen? Steht vielleicht sogar eine Inspektion an, die Du schon zweimal vergessen hast (sie ist bei den meisten Bikes alle 6000 Km fällig)? Sollte Dir etwas auffallen: Sprich Deinen Suzuki-Händler noch im Winter an. Er kann Dir sicherlich ganz entspannt weiterhelfen – schließlich hat er jetzt keine Saison und hat jetzt noch mehr Zeit für Dich als im Frühjahr oder Sommer. Dazu bieten noch viele Winter-Sonderkonditionen an. Vielleicht hat Deine Maschine ja noch Garantie? Schau Deine Kleine mal ganz genau an. Im Winter ist Zeit dafür!
 
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