Tourenvorbereitung

Jeder Biker kennt es: Das Wetter ist klasse, man trifft sich mit ein paar Leuten und fährt los. Wochenendtour. Doch um sich das Glücksgefühl nicht zu verderben, sollten ein paar kleine Vorbereitungen getroffen werden.

Wochendtour

1. Luftdruck prüfen:
Im Zwei-Mann-Betrieb oder mit Gepäck den Luftdruck, wie in der Bedieungsanleitung vorgeschrieben, erhöhen. Der Vorgeschriebende Luftdruck steht bei einer Suzuki meist auf einem Aufkleber auf der Schwinge hinten links. Der Luftdruck sollte auf jeden Fall bei einem kalten Reifen geprüft werden – nach 3 Kilometern wird er warm sein!

2. Kette prüfen:

Hat die Kette die richtige Spannung, ist sie gefettet? Wie die Kette gespannt wird, steht ebenso in der Bedienungsanleitung. Gehe hier jedoch keine Experimente ein. Eine falsch gespannte Kette kann reißen und zum Sturz oder Motorschaden führen. Dazu muß die Kette gefettet sein. Das heißt: Wenn man von hinten auf das Kettenrad schaut, müssen die Rollen der Kettenglieder dunkel (gefettet) sein. Die Kette sollte möglichst Abends noch im warmen Zustand eingefettet werden. Dadurch zieht das fett besser ein. Das passende Sprüh-Fett bekommen Sie bei jedem Motorradhändler oder an jeder Tankstelle um die Ecke.

3. Bremsbeläge:
Auf Verschleiß prüfen. Siehe “Bremse prüfen”

4. Reifen:

Wie Die sehen die Reifen aus? Prüfe bitte den Luftdruck, die Profiltiefe (nein, auf der Landstraße werden keine Slicks eingesetzt. Zumindest nicht auf einer Wochenendtour!) und den allgemeinen Zustand der Reifen. Die Reifen sollten eine Mindest-Profiltiefe haben. Wichtig ist: Fahre nicht mit Reifen los, die “gerade eben noch so reichen.” Das kann einem unterwegs entweder die schönen Touren versauen, da man kein Profil mehr hat – oder: Wenn es regnet geht man ein erhebliches Sicherheitsrisiko ein. Erste Anzeihen, daß sie porös sein könnten sind die kleinen Riße in der Laufrichtung. Sollten durch die Riße schon die Karkasse zu sehen sein und es ist schon Samstag Mittag, fällt Deine Tour flach. Der Reifen darf keinen Meter mehr gefahren werden. auch nicht mit der “Ich drück da mal die Augen zu” Philosophie. Denn der Reifen wird platzen.

5. Licht:

Umbedingt das Licht einmal durchschalten und einen Set Ersatzbirnen mitnehmen. Viele moderne Motorräder haben Glühlampen, die es nicht an der gewöhnlichen Tankstelle gibt. Sollten Sie diese unterwegs nicht benötigen, so wird sich sicher einer der Freunde über die geliehene Lampe freuen und sich abends mit einem kühlen Bierchen bedanken.

6. Ölkontrolle:

Mache als erstes eine Ölstandskontrolle. Wie das geht, kannst Du in der Bedienunganleitung nachlesen, oder rufe kurz beim Suzuki-Händler an. Wenn beides nicht funktioniert, kannst Du uns gerne eine E-mail schicken. Noch genügend Öl vorhanden? Dann schau bitte nach, wie lange der letzte Ölwechsel her ist. SUZUKI empfiehlt bei den meisten Modellen: Entweder nach 6.000 Km, oder nach einem Jahr. Je nachdem, was nun früher eintritt.

7. Schrauben:

Ziehen Sie alle wichtigen Schrauben vorsichtshalber nach. Denn: Was ist, wenn Sie zum Beispiel im Ausland sind und auf einmal ohne Kenzeichen da stehen?

8. Pflicht-Gepäck:

Motorrad-Verbandszeug: In Österreich sogar Vorschrift. Reifen-Reparatur-Set: Damit Sie auch am Wochenende irgendwo in den Alpen mit einem “Platten” weiterkommen.
Kaltmetall: Sollte Ihr Motorrad aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit einmal Bodenkontakt gehabt haben und es ist ein Loch im Kühler oder im Motor enstanden, so ist es ideal zum abdichten.
Bordwerkzeug: Überprüfen, ob alles dabei ist und ergänzen sie es gegebenenfalls. Bei vielen Suzukis fehlt zum Beispiel der 8 mm Schlüssel.

9. Bekleidung

Achten Sie darauf, daß Sie wasserdichte Bekleidung mitnehmen. Sollten Sie Leder tragen, so ist es unverzichtbar einen Regenkombi als Ein- oder Zweiteiler mit zu nehmen. Leder braucht sehr lange, bis es trocken ist und im nassen Leder kühlen Sie aus und verlieren den Spaß am fahren.
Genauso sollten Sie an wasserdichte Überzieher für Hände und Füße denken. Ein zweites paar Handschuhe mitzunehmen schadet nie – sie nehmen nicht viel Platz weg und Sie haben immernoch ein trockenes Paar dabei. Wenn Sie beschichtete Bekleidung oder sogar Bekleidung mit Gore-Tex-Membrane tragen, brauchen Sie keine Regenkombi. Ganz klar ist nur, daß Sie Ihre Füße und Hände wasserdicht verpacken sollten. Sollten diese naß werden, frieren sie nämlich sofort.

10. Verbesserungen am Motorrad

Sie fahren ein Motorrad mit einer Verkleidung? Klasse. Dann haben Sie es auf einer Autobahnetappe wesentlich leichter, Ihr Nackenbereich wird es Ihnen danken. Wir empfehlen Ihnen jedoch, daß Sie sich eine hohe Tourenscheibe von ERMAX oder MRA kaufen. Diese liegen bei ca. DM150,- bis DM 200,- und sind für jedes gängige Motorrad verfügbar.

Sollten Sie Fragen, oder Probleme mit diesen Punkten haben, so wird Ihnen jeder SUZUKI-Motorradhändler gerne weiterhelfen. Er bietet ihnen auch sicherlich einen Urlaubs-Check an.

Pflege während der Tour

Klasse. Sie sind unterwegs. Es bringt einen Heidenspaß. Berg auf, Berg ab. Herlich. Ihnen wird schon fast schwindelig, bei diese Kurven. Abends sind Sie wieder im Hotel oder auf dem geplanten Campingplatz angekommen. Doch das Bike sollte nicht einfach nur abgestellt werden und seinem Schicksal bis zum nächsten Morgen überlassen werden! Hier eine kleine Liste an Details, die regelmäßig überprüft werden sollten:

 

  • Kettenspannung (siehe oben)
  • Kettenfettung (kann bei Regen auch schon bei jeder Tankfüllung dran sein)
  • Lichtkontrolle
  • Reifen: Wie sieht das Profil aus? Beim kalten Reifen alle paar Tage den Luftdruck prüfen
  • Öl: Motorrad gerade halten. Jetzt muß sich das Öl genau zwischen den beiden Strichen befinden
  • Sichtkontrolle: Einmal ganz in Ruhe vor das Bike setzen und alles anschauen. Hat sich eine Schraube gelöst, ist noch alles fest? Ölt mein Motorrad irgendwo?

Fertig ? Ab in den Pool oder die Dusche. Danach ein schönes kühles Getränk und wild Benzingespräche führen 🙂

 

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